KAPITEL 3.
Durch Austritt auf Entfernung eine Diagnose stellen

Im Folgenden tritt deutlich hervor, dass, wenn der Mensch die Empfänglichkeit dazu besitzt, er die aus großer Entfernung ausgesendeten Gedanken auffangen kann und dadurch weiß, dass andere an ihn denken. 

Alcar ließ André dies erleben, und er bewies ihm die Wahrheit davon. Es war äußerst merkwürdig: Alcar ließ ihn in Wien eine Diagnose stellen. Er war schon eher in Wien gewesen, um mit seiner Frau ihre Familienangehörigen zu besuchen. Eines Morgens fühlte er, dass es ihn nach Wien hinzog, und dass dort wieder viel über sie gesprochen und an sie gedacht wurde. Er fühlte es so intensiv, dass er sich Sorgen machte, dass dort vielleicht etwas geschehen sein würde. Er konzentrierte sich auf ein Telegramm, doch begriff, dass dort nichts Ernstes geschehen war, wodurch er sein Gefühl schwächer werden ließ. Den ganzen Morgen über blieb der Kontakt mit Wien jedoch bestehen; und er sagte zu seiner Frau, dass sie bald etwas darüber hören würden, da es ihn stets gefangen hielt. Als er des Mittags ruhig in seinem Zimmer saß, ließ Alcar ihn für einen Besuch in Wien austreten. 

Einmal von seinem Stoffkörper freigekommen, entfernte er sich blitzartig und ging er in Wien ins Wohnzimmer hinein, wo sein Schwager und dessen Schwägerin beisammen waren. Ein Jahr zuvor hatte er ihnen so viel von seinen durchlebten Situationen erzählt, dass der Raum manchmal zu klein war, um alle, die ihm lauschten, fassen zu können. Nun verstand er jedes Wort ihres Gesprächs. Sie sprachen über Marie, die Frau seines Schwagers, die krank war. Bevor André Marie aufsuchen ging, wollte er einige Versuche anstellen, und er rief laut den Namen seines Schwagers, der ihn jedoch nicht hörte. Auch probierte er es bei der Schwester, die jünger war als Marie, doch ebenfalls ohne irgendein Resultat. Ihm war wunderlich zumute, dies festzustellen. Er war so dicht in ihrer Nähe, und sie sahen und hörten ihn nicht. Sie waren nicht sensibel genug, um seine sanfte, aber deutliche Stimme hören zu können. Dadurch begriff er, wie empfänglich er selbst wohl für das Auffangen von Geisterstimmen war. Von ihnen lag diese Gabe weit entfernt. Er fühlte und sah, was notwendig war, um mit der Geisteswelt in Kontakt zu kommen. Es war das Sicheinstellen auf den inneren Zustand eines anderen Wesens. 

Nun rief er ganz laut, aber auch dieser Versuch blieb fruchtlos. Nein, es war nicht möglich, sie zu erreichen. Für ihn nicht und für keinen einzigen Geist, der an dieser Seite, wo er sich nun befand, lebte. 

Wie schön war es, in dieser Abstimmung anwesend zu sein. In aller Stille und in tiefer Ruhe war er gekommen. Er war ein unsichtbarer Zuhörer. Er sah ein mächtiges Bild an sich vorüberziehen. Wie viele waren nicht hinübergegangen, die durch diejenigen, die in Leid und Schmerz zurückgeblieben waren, zurückgerufen wurden; und wenn sie zu ihnen kamen, dann würden sie wieder umkehren müssen, da sie sie nicht erreichen konnten. Man fühlte nichts von ihrer Anwesenheit. Sieh, das war furchtbar. Sie lebten, kehrten zurück und wollten ihnen von diesem großen Glück berichten, konnten sie aber nicht erreichen. Und doch, wenn sich der Mensch öffnete, waren alle zu beeinflussen, wodurch man Kontakt bekam. Er sah ein, wie schwer es war, sich vom Jenseits aus mit dem Stoffmenschen zu verbinden. Im Schlafzimmer lag Marie, die ernsthaft krank war. Er begriff und sah zugleich an den Lichtstrahlen, die von ihr ausgingen, dass sie es gewesen war, die ihn gerufen hatte. Das hatte er bereits am Morgen – in Holland, in seinem Stoffkörper – deutlich gefühlt. Er ging zu ihr, um zu sehen, was ihr fehlte. Auch sein geistiger Leiter war bei ihm, und er sagte: „Mach dich bereit, André, wir werden sie untersuchen.“ André war glücklich, dass Alcar sich für ihre Krankheit interessierte. Sein geistiger Leiter bedeutete nichts als Liebe. 

Abermals offenbarten sich Wunder. Er konzentrierte sich auf Marie und fühlte, dass er mit ihr verbunden wurde. Er war eins mit der Kranken, und Alcar ließ ihn in ihren Körper hinabsteigen. Wenn er sich auf eine Stelle konzentrierte, wurde diese beleuchtet, sodass er alles deutlich wahrnehmen konnte. Er sah die inneren Organe, sodass es möglich war, eine Diagnose zu stellen. Je tiefer er hinabstieg, desto mehr erhöhte sich seine Spannung. Es war auch wunderlich, dies als irdischer Mensch erleben zu dürfen. Dennoch beherrschte er sich, weil er Alcar nicht stören wollte. Sein geistiger Leiter untersuchte ihr Herz, was eine geraume Zeit dauerte. Alcars Ausstrahlung war groß und stark, wodurch ihr Körper innerlich beleuchtet wurde. Liebeskräfte im Geiste zu besitzen bedeutete Weisheit im Geiste. Alcar sagte ihm, dass ihr Herz und ihr Nervensystem sehr schwach seien, und er wolle nunmehr die anderen Organe untersuchen, was eine geraume Zeit dauerte. André fühlte, dass von ihr – zu ihm und ihrer Schwester – etwas Schönes ausging, was die Liebe war, die sie für sie empfand. Er sah diese Liebeskräfte in Licht, wodurch er die reine Liebe, die der Mensch für andere empfand, kennen lernte. Es war auch wunderbar, das sehe zu dürfen. „Ich sehe es schon, André. Im Augenblick leidet sie an einer Gallensteinattacke, die mit Zuckerkrankheit einhergeht, wodurch ihr Körper geschwächt ist. Sie leidet an heftig aufkommenden Schmerzen, die wieder verschwinden, doch von Zeit zu Zeit zurückkommen. Diese kommen in der Lebergegend auf und strahlen bis in ihren Rücken und zu den Schultern. Diese Krankheit, ich meine die Gallensteinattacken, wird durch Einklemmung von Gallensteinen in den Gallenwegen verursacht und verschwindet, wenn die Gallensteine in die Gallenblase zurückfallen. An dieser furchtbaren Krankheit leiden Tausende von Menschen. Doch viele von ihnen wissen nicht, dass sie Dutzende von Gallensteinen mit sich herumschleppen, weil sie nicht dadurch behindert werden, bis sich die Krankheit offenbart. Vor allem viele Frauen leiden daran. Sie sollten daher leicht verdauliche Nahrung zu sich nehmen und wegen ihrer Krankheit irdische Hilfe in Anspruch nehmen. Dann die Zuckerkrankheit: Spritzen mit Insulin, einem Serum, das wir kennen, und das wie so viele andere Medizinen durch Inspiration von uns empfangen wurde, wird ihr helfen. Auch für die Heilkunde gibt es an dieser Seite Geister, die kein anderes Werk verrichten, als auf die Gelehrten einzuwirken, um mit ihnen die vielen Krankheiten, diese schrecklichen Feinde der Menschheit zu besiegen. Langsam, Schritt für Schritt folgen sie ihrem Weg, womit einige Generationen vergehen. Dennoch werden nach einiger Zeit Krebs und Tbc durch unsere Hilfe und unsere Kenntnis besiegt werden. Hier kennt man die Zusammenstellung von verschiedenen Heilmitteln. Wenn die Doktoren passiv sein könnten, wären sie bereits im Besitz der Medizin, um den Krebs bekämpfen zu können. Aber dann dem Weg folgend, den uns die Natur weist.“ 

„Was würden wir nun an solch einer Krankheit tun können, Alcar?“ „Nichts als ihre Schmerzen lindern. Ich sagte dir bereits, hier ist irdische Hilfe erforderlich. Sie hat diese bereits empfangen. Komm, mein Junge, wir werden ihre Schmerzen lindern.“ Diese Behandlung dauerte eine volle Viertelstunde und André spürte, dass ihre Schmerzen abgeklungen waren. Wenn er ihr von Holland aus schreiben würde, dass er wüsste, dass sie krank sei, würde sie es äußerst merkwürdig finden. Doch wenn er ihr berichten würde, dass er sie behandelt hatte und mit ihr gesprochen hatte, wäre es zu viel für sie und würde sie ihm nicht glauben. Dennoch war es die Wahrheit, er war im Geiste bei ihr und sah und hörte alles. Er nahm ihre Hand in die seine und folgte so weiter ihren Gedanken. Als er letztes Jahr hier war, hatte er für sie alle gemalt, und sie lag da und blickte in die Richtung, wo das Gemälde aufgehängt worden war. Ihre ganze Konzentration war auf ihn und ihre Schwester eingestellt, und sie dachte an die schöne Zeit, die sie zusammen verbracht hatten. Und diese Liebeskraft, auf einen Menschen eingestellt, sollte nicht allein er, sondern sollten Tausende von anderen fühlen. War Liebe nicht mächtig? Sie fühlte ihn jedoch nicht, auch jetzt nicht, da er neben ihrem Bett saß. Durch diese Gedanken, die Liebe, hatte Alcar ihn austreten lassen. Heilig war die Liebe, und noch großartiger war es, um es auf diese Weise erleben zu dürfen. Nichts als Glück strahlte ihm nun entgegen. Er flüsterte ihr einige Worte zu, wovon sie nichts hörte. Er sprach dennoch; und einmal, wenn sie im Jenseits angekommen war, würde auch sie dieses Stückchen ihres Lebensfilms sehen können, denn dort sah jedes Wesen seinen eigenen Lebensfilm. 

„Marie“, so sprach er zu ihr, „ich bin bei dir." Doch sie hörte ihn weder, noch fühlte sie ihn, wie intensiv er auch auf sie einwirkte. Sie fühlte ihn zwar, aber unbewusst. Sie meinte, dass es ihre eigenen Gedanken seien und konnte diese nicht unterscheiden. Um diese Gefühlskräfte auseinander zu halten, musste man Medium sein, was bedeutet, dass man eine gewisse Empfindlichkeit besitzt. Er lebte stets in diesem Zustand und in dieser Abstimmung; für ihn war es etwas Gewöhnliches. Man nannte es eine Gabe, und doch könnte und sollte jeder Mensch sich diese Empfindlichkeit zu Eigen machen. Es war nichts als Liebe, und sie mussten sich im Geiste abstimmen. Sie mussten sich in Liebe zu anderen herablassen und sich selbst innerlich Stück für Stück niederreißen, bis ihr eigenes Ich vernichtet war. Für den Menschen auf Erden war es tief, etwas Großes, aber dennoch war es sehr einfach. Wenn sich ihr Gefühl im Geiste entwickelte, waren sie bereits dabei, sich einen anderen Gefühlszustand anzueignen, und danach wurde dieses Gefühl Hellfühlig- und Hellhörigkeit, um in Hellsehen überzugehen. 

Auch er fühlte alles, und danach begann er zu sehen. Indem er fühlte, sah er, und war er mit anderen Zuständen verbunden. Eins im Gefühl und eins im Sein bedeutete alles zu fühlen, zu sehen, was andere fühlten. Geist war Geist, eins im Geiste bedeutete Wissen. War es denn so tiefgründig? Aber nein. Seine Gabe war ein Produkt der Natur, eine der schönsten und heiligsten Gaben, durch Gott allen Wesen gegeben. 

Jedes intelligente Wesen besitzt diese Kräfte, besitzt Liebe. Man nannte es den sechsten Sinn, doch für ihn war es viel einfacher. Es war die Liebe, das Leben allen Lebens: Gott. Viele Menschen wussten diese Gabe nicht zu gebrauchen. Sie wollten nicht strahlen, denn das Strahlen kostete sie zu viel Kraft und war deshalb schwer. Sie blieben arm, und ihr Licht war erloschen wie eine Kerze für die Nacht. Es brannte nicht mehr; nein, sie wollten es nicht brennen lassen. Sie wollten sich nicht bereichern und waren glücklich mit diesem kleinen bisschen Licht, das sie innerlich trugen. Das andere aber war nichts als Kraft, und es heilte Kranke. Es war „das Licht“, das Leid und Schmerz in Glück, in ein ewiges Zusammensein verwandelte. Es bedeutete die Verbindung mit denen, die uns vorausgegangen waren und an dieser Seite lebten. Wenn man dieses Licht nicht besaß, lebte man in Finsternis und Kälte. Welch ein Glück erwartete die Menschen, wenn sie ihre Liebe entwickelt hatten. Gab es noch größere Gaben als die Liebe? Aber nein. Das war das Heiligste, durch Gott gegeben. Die Gabe der Liebe war Gott selbst, es war das Leben in allem. Der Mensch konnte sich in allem, mit allem verbinden, wenn er diesen großen Schatz im Geiste abstimmte. André wollte diese Gabe entwickeln, sie auf höhere Dinge abstimmen, was für ihn Glück und Weisheit bedeutete. 

Alcar sagte ihm, dass er zuhören solle. „Ich werde dir nun ein anderes Wunder zeigen, André. Ich will dir klarmachen, wie groß Liebe sein kann, und wie viel Kraft sie besitzt. Ich fühle ihr Unterbewusstsein, und darin liegen Gedankenkräfte, die sie erst später ausführen wird, wenn sie hochkommen. Diese Gedanken wird sie also später noch entwickeln müssen, um sie auszuführen. Ist dir das verständlich? Ich will also ihr Unterbewusstsein ergründen und im Voraus bestimmen, was ich darin lese. Es liegt etwas in ihr, was dich betrifft; sonst wäre es unmöglich, dir Beweise davon zu geben. Ich fühle und sehe, dass sie dir schreiben wird; an erster Stelle, dass sie krank ist, aber auch, was ihr fehlt. Ich will versuchen, auszurechnen, wie lange es noch dauern kann, ehe du ihren Brief empfangen wirst.“ 

„Welch fabelhafter Beweis für meinen Austritt wäre das, Alcar.“ 

„Gerade darum will ich es bestimmen, und dann kannst du Anna alles im Voraus sagen.“ 

An eine solche Möglichkeit hätte André niemals gedacht. Auf Erden würde man es nicht können, dies war allein dem astralen Menschen möglich. Ein höher abgestimmtes Wesen würde ein anderes Wesen ergründen können. 

Es dauerte nur einige Sekunden, da sagte sein geistiger Leiter schon zu ihm: „In vier Tagen wird sie ihrem Willen Gehör schenken und ihn vollführen. Dann dauert es noch zwei Tage, ehe sie ihr Schreiben in den Briefkasten wirft; der Brief braucht zwei Tage für die Reise, also kannst du ihn in acht Tagen erhalten.“ André war sehr erfreut und zugleich neugierig, ob dies alles eintreten würde, woran er jedoch keinen Augenblick zweifelte. 

„Nun, mein Junge, müssen wir zurückkehren.“ 

Zum Abschied drückte André Marie beide Hände, und er musste sich auf andere Dinge konzentrieren, wollte er sich von ihr lösen, so innig war er mit ihr verbunden. Wie stark war Liebe, wenn sie lauter gegeben wurde! Ehe sie aufbrachen, machte Alcar ihn noch auf das große Gemälde aufmerksam, das er selbst aufgehängt hatte; und er zeigte ihm, dass die Krampen anfingen, sich zu lösen. André sah auch dies deutlich, und er war erstaunt, dass ein Mensch im Leben nach dem Tode im Stoff wahrnehmen konnte. Nichts als Weisheit, nichts als Liebe, was er durch Alcar erfuhr. Sobald er nach Hause gekommen war, würde er sie in Kenntnis setzen. Ruhig setzte er seinen Weg fort, zurück zu seinem Stoffkörper. Er schwebte über Berge und Täler, und es war ein großartiges und herrliches Geschehen, von seinem Zustand aus auf die Erde herabzublicken. 

Wenn er seinen Stoffkörper auf immer ablegen würde, würde er mit Alcar die Erde besuchen. Glaubten die Menschen doch nur, dass sie diese Kräfte nach dem Tode besitzen würden. Wie schön wäre dann der Tod, und wo blieb dann seine Macht? Die Menschen trauerten lieber um ihre Toten; obwohl diese in Glück und Licht und in einem viel schöneren Leben lebten, als sie es sich vorstellen konnten. Auch sie sollten schweben, wohin sie wollten. Entfernungen gab es für sie nicht mehr, sie konnten sich blitzartig verbinden. Warum nahm man diese große Wahrheit nicht an; war sie so schrecklich? Nichts als Glück – und sollte Glück schrecklich sein? 

Er freute sich schon, dass er seinem Frauchen diese Beweise würde geben können. Er schwebte über Deutschland und würde bald sein Vaterland erreichen. Durch ein sanft eingestelltes Gefühl schwebte er ruhig weiter; hierfür war keine Konzentration erforderlich. Allein das Denken an seinen Körper ließ ihn zurückkehren. 

Nun war er zu Hause, und sein Stoffkleid lag noch stets in tiefer Ruhe. Hier stand er nun neben seinem eigenen Körper. Wer glaubte es? Er hatte durch die Hilfe eines höheren Wesens eine Krankheit feststellen dürfen. Er würde lieber an dieser Seite bleiben wollen. Dort war es ruhig, und das erwärmte seine Seele. Das ließ ihn leben, wie er leben wollte. Dennoch musste er zurück, wie ungern auch. Die Rückkehr in sein Stoffkleid, das waren stets die schwersten Augenblicke für ihn. Dann war das Leben ein Schrecknis, weil er noch empfindlicher war als sonst. Dann war ihm alles zuwider, aber er musste es dennoch ertragen. Es war schwer, doch auch hierin wurde er von Alcar zur Seite gestanden. Oft flüchtete er dann in die freie Natur, weil er sich dort wieder mit dem Leben auf Erden verbinden konnte, wobei die Natur ihm half. Dann empfand er die Menschen so ganz anders. Dann waren sie noch gröber, und dann schrak er vor den von ihnen ausgesendeten Gedanken zurück. 

Dann erschrak er vor ihrer Gewalt. Es nahm ihm den Mut, weiterzuleben, und dann waren sein Mediumismus und seine Empfindlichkeit o so schwer. Aber da musste er durch, und er wollte stark sein. 

Langsam kehrte er in seinen Stoffkörper zurück und erwachte. Flugs ging er zu seinem Frauchen, um ihr von seinem Austritt und dem, was geschehen würde, zu erzählen. 

Eine Dreiviertelstunde war er in Wien gewesen, und er hatte für Jahre an Weisheit empfangen. Sie warteten ab, ob Maries Schreiben kommen würde. Und acht Tage darauf kam der langersehnte Brief, in dem wortwörtlich stand, was er ihr schon im Voraus gesagt hatte. Es war seltsam, aber die reine Wahrheit. Auch das Gemälde wurde erneut aufgehängt. 

Für ihn war alles einfach: Es kam durch die Kräfte, die alle Wesen einst besitzen würden, wenn sie ihre Liebe im Geiste abstimmen wollten. 

Verehrter Leser, André fragt Sie: 

„Wenn alles Wahrheit ist, warum sollten Sie dann all die anderen Wahrheiten nicht annehmen? Einst werden Sie diese Kräfte ohnehin kennen lernen.“ 

André ruft Ihnen daher zu: „Es ist allein möglich, wenn Sie Ihre Liebe im Geiste entwickeln, was Glück, Weisheit im Geiste bedeutet. Liebe ist alles, Liebe ist Gott.“ 

Er betet und wird weiterhin beten, dass Gott diese Gabe durch jenes heilige Feuer beseelen möge, um andere zu erwärmen.