KAPITEL 7.
Austritt. Das geistige Leben in der Sphäre der Erde

André war auf seinem Zimmer, da er von Alcar die Botschaft erhalten hatte, dass er austreten würde. Auf seiner letzten Reise zum Himmel und zur Hölle hatte sein geistiger Leiter ihm Zustände und Abstimmungen gezeigt, auf dieser Reise sollte er das geistige Leben kennen lernen. Er fühlte sich glücklich, dass er die Sphären wieder besuchen durfte. Er verlangte schon jetzt nach jenem Augenblick, da er seinen geistigen Leiter sehen würde, ihn hören und mit ihm sprechen und seine Liebe fühlen durfte. Was sollte er nun wieder erfahren? Wohin würde sein geistiger Leiter ihn führen? Weite Weiten, tiefe Tiefen waren ihm bereits im Geiste gezeigt worden. Still war es um ihn herum, er hörte noch nichts von Alcar. Dennoch fühlte er, dass auf ihn eingewirkt wurde, da die Stille des Geistes in ihn kam. Diese war nicht von der Erde. Auf Erden kannte man jene Stille nicht. Was er fühlte, war geistiger Besitz, die Liebesausstrahlung eines Wesens, das im Jenseits lebte. Ein zartes, herrliches Glück strömte in seine Seele. 

Hörte er richtig? – Ja, es war Alcar, der ihm sagte, dass er zuhören solle. 

„André, mache dich bereit, ich werde dich blitzartig von deinem Stoffkörper befreien.“ 

Das Austreten war ein großes, himmlisches Glück. Seinen letzten Austritt hatte er bewusst erlebt, nun war dies scheinbar nicht mehr notwendig. Er legte sich zu Bett, ausgestreckt auf seinen Rücken, konzentrierte sich auf seinen geistigen Leiter und wartete ab, was geschehen würde. Bald fühlte er, wie er in den Geist versank, dann zog es ihn empor und sah er sich selbst über seinem Stoffkörper schweben, worauf sein geistiger Leiter ihn in seinen Armen auffing. Nun war er eins mit Alcar. 

„Sieh, mein Junge, wir werden abermals für eine lange Zeit zusammen sein. Diese Reise ist noch schwerer als alle anderen, die wir gemacht haben. Nunmehr wirst du das Leben an dieser Seite kennen lernen, so auch verschiedene Künste, wie die bildende, die Musikkunst und die Malerei, doch erst, wenn wir in den höheren Gefilden angekommen sind. Ehe wir jedoch die höheren Sphären besuchen werden, wirst du in der Sphäre der Erde die vortierische, die tierische, die grobstoffliche und die stoffliche Abstimmung kennen lernen, wonach wir die Erde verlassen, um in die finsteren Sphären hinabzusteigen. Dort werden wir die Herrscher, die Genies und die Meister des Bösen besuchen. Du wirst sehen, wie sie auch dort Feste feiern, wodurch dir klar wird, dass der Mensch, der die Erde verlassen hat, an dieser Seite sein furchtbares irdisches Leben fortsetzt. In der Sphäre der Erde, also hier, wo wir nun sind, werde ich dich das Leben sehen lassen; Wesen, die sich an dem Menschen, der sich auf sie abstimmt, saturieren. Dann werden wir in die Selbstmördersphäre hinabsteigen; auch jenen Zustand wirst du sehen, wodurch der Mensch ein deutliches Bild erhält, wie sein Leben sein wird, wenn er seinem irdischen Leben selbst ein Ende macht. Ich werde dir furchtbare Wahrheiten deutlich machen müssen. Daher fordere ich dich auf, stark zu sein; vorerst kommen wir nicht hierher zurück. Du wirst viel Schönes erleben, André, aber auch tiefe Finsternis und Elend. Frage mich so viel du willst, ich werde dir meinen Kräften und meiner Macht entsprechend antworten. 

Sieh, dort liegt dein Stoffkleid; wir haben nunmehr alle Übergangszustände überschritten, die du das vorige Mal erlebt hast.“